Vereinskooperation
Hintergrund der Idee von Vereinskooperationen ist u.a. die hohe Fluktuation in den jüngeren Altersklassen. Diese Problematik betrifft nicht nur den SCP. Generell ist eine Talentprognose zu diesem frühen Karrierezeitpunkt sehr schwierig.
Eine intensivere Sichtung und längerfristige Beobachtung der Talente ist daher notwendig, bevor ein Wechsel des Spielers vollzogen werden sollte. Daher stellt der SCP erst ab der U12 eine Mannschaft, will aber ebenfalls seiner Verantwortung im Bereich der Förderung des Kinder- Jugendfußballs gerecht werden.
So wurden mit dem DJK Mastbruch und dem SV 20 Brilon zwei Vereine aus der Region gefunden, mit denen man sich auf eine vertraglich besiegelte Kooperation verständigt hat.
Im Rahmen dieser Vereinskooperationen bleiben die Kinder länger in ihren Heimatvereinen, wo sie längerfristig ab dem neunten Lebensjahr beobachtet werden. Dies erleichtert eine Bewertung der Talententwicklung und des Leistungspotentials.
Um die Entwicklung der Spieler zu fördern, bietet der SCP seinen Kooperationspartnern regelmäßige Schulungen der Jugendtrainer, Trainingseinheiten in den Vereinen durch Trainer des SCP und darüber hinaus zusätzliche Trainingseinheiten für talentierte Spieler an.
Hier ergibt sich der Vorteil, eine größere Anzahl an Talenten zu fördern, ohne sie zu früh aus dem persönlichen Umfeld zu reißen. Eine längere Beobachtung der Talente wird eine geringere Fluktuation in den Altersklassen U12 bis U15 zur Folge haben. Davon profitieren auch die Kooperationspartner, denn sie „verlieren“ weniger Spieler, können allerdings das Leistungsniveau in ihren Mannschaften durch zusätzliche Trainingseinheiten für die Spieler sowie eine bessere Ausbildung für die Jugendtrainer steigern. Die Durchführung von gemeinsamen Trainingscamps und Talenttagen wird für eine größere Präsenz der Jugendarbeit dieser Vereine in der Region sorgen, wodurch die Attraktivität des Vereins für andere Nachwuchstalente wächst.
Eine bereits erfolgte Maßnahme in diesem Zusammenhang ist die Durchführung von „Holland-Turnieren“ in der „Soccer-Jam“. Dazu wurden mehrere U11-Mannschaften aus der Region eingeladen. Die Teams spielten dabei nicht als Vereine gegeneinander, sondern alle beteiligten Spieler wurden per Losverfahren zu mehreren Teams zusammengestellt. Der Spaß und das positive Miteinander aller Beteiligten machten die Veranstaltung zu einem gelungenen Start in das Projekt der Vereinskooperationen.
Regelmäßige Einladungen von Jugendmannschaften zu Spielen der Profimannschaft und die Aktion „Hand in Hand“ (Nachwuchsmannschaften laufen mit den Profis ein) sowie materielle Unterstützungen runden die Kooperation mit den Partnervereinen ab.
Ziele der Vereinskooperation sind:
- ein größerer Zulauf im Nachwuchsbereich für die Partnervereine
- Unterstützung der Partnervereine beim Training
- Schulung der Trainer
- eine bessere Ausbildung der Spieler durch erfahrene Trainer und höhere Trainingshäufigkeit
- Talententwicklung und -förderung hin zum Profifußball
Neben den beiden bestehenden Vereinskooperationen mit dem DJK Mastbruch und dem SV 20 Brilon sind künftig weitere Partnerschaften geplant.
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